Wann lernt man das Plusquamperfekt in der Schule?

Das Plusquamperfekt, auch bekannt als „Vorvergangenheit“, wird in der Regel in der dritten Klasse eingeführt – meist als letzte Zeitform, die in diesem Schuljahr behandelt wird. Obwohl Kinder zu diesem Zeitpunkt bereits über Grundkenntnisse der Vergangenheit (Präteritum) verfügen, ist das Plusquamperfekt eine etwas komplexere Grammatikform, die besonders im schriftlichen Erzählen wichtig wird.

Man nutzt das Plusquamperfekt, wenn man über zwei Ereignisse in der Vergangenheit spricht und zeigen möchte, welches von beiden zuerst stattgefunden hat. Zum Beispiel: „Nachdem Anna aufgestanden war, zog sie sich an.“ Hier ist das Aufstehen (war aufgestanden) vor dem Anziehen geschehen – es liegt also noch weiter zurück.

In der dritten Klasse lernen Kinder häufig im Rahmen von Erzählungen, wie sie ihre Geschichten lebendiger gestalten können. Dabei kommt das Plusquamperfekt ganz natürlich ins Spiel, sobald es darum geht, die Reihenfolge von Geschehnissen klar darzustellen. Meist wird die Form mit Hilfe von Signalwörtern wie „nachdem“, „bevor“ oder „als“ eingeführt, die helfen, den zeitlichen Ablauf zu verdeutlichen.

Der Einstieg in das Plusquamperfekt erfolgt dabei spielerisch – durch kurze Texte, Übungen im Arbeitsheft oder mündliche Schilderungen von Erlebnissen. Verlage wie Kohl Verlag bieten dafür gezielte Materialien an, die Lehrkräfte in der Vermittlung unterstützen. So wird die oft als schwierig empfundene Zeitform Schritt für Schritt verständlich – und bleibt am Ende doch nicht „vorvergangen“.

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