Was passiert, wenn man eine Lastschrift zurückgibt?

Wenn du eine Lastschrift zurückgibst, holen sich dein Kontoauszug und dein Kontoausgleich verändern: Der Betrag, der zuvor abgebucht wurde, wird von deiner Bank zurücküberwiesen. Das bedeutet, das Geld kehrt auf dein Konto zurück – so, als hätte die Abbuchung nie stattgefunden.

Doch wann ist das überhaupt erlaubt? Grundsätzlich kannst du eine Lastschrift innerhalb von acht Wochen nach Abbuchung widerrufen. Das funktioniert besonders gut, wenn du beispielsweise keine Ware erhalten hast, der Rechnungsbetrag falsch war oder du den Auftrag versehentlich doppelt bezahlt hast. Wichtig ist, dass du einen triftigen Grund angibst – willkürlich Rückgaben nutzen nur selten.

Die Bank leitet die Rückbuchung dann an das Unternehmen weiter, das ursprünglich den Betrag eingezogen hat. Sollte das Unternehmen mit der Rückbuchung nicht einverstanden sein, kann es Widerspruch einlegen. Dann liegt die Sache oft bei der Debatte zwischen dir und dem Anbieter – die Bank tritt meist nur vermittelnd auf.

Ein häufiges Missverständnis: Nur weil du die Lastschrift zurückgibst, musst du die Leistung oder Ware nicht zwangsläufig zurückgeben. Bei einem Streitfall ist es daher klug, die Kommunikation mit dem Unternehmen zu suchen.

Merke: Die Möglichkeit, eine Lastschrift zurückzugeben, ist ein wichtiger Schutz für Verbraucher. Aber sie sollte verantwortungsvoll genutzt werden – schließlich kann auch das Unternehmen Schaden nehmen, wenn Zahlungen willkürlich storniert werden.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen