Ist Kerzenrauch gesundheitsschädlich?
Wer gemütliches Kerzenlicht liebt, sollte wissen: Nicht jeder flackernde Schein ist unbedenklich. Viele handelsübliche Kerzen bestehen aus Paraffin – einem Nebenprodukt der Erdölraffinierung. Beim Abbrennen dieser Kerzen entstehen feine Partikel und flüchtige organische Verbindungen (VOCs), darunter auch Benzol.
Benzol ist kein harmloser Stoff. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der WHO stuft es eindeutig als „krebserregend für den Menschen“ ein. Selbst geringe Mengen, die über einen langen Zeitraum eingeatmet werden, können das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen. Dabei entsteht der Rauch nicht nur beim Löschen – auch während des normalen Abbrandes gelangen solche Substanzen in die Raumluft.
Vor allem in schlecht belüfteten Räumen kann sich die Konzentration langsam erhöhen. Wer häufig Kerzen anzündet, sollte daher auf die Wahl des Materials achten. Es gibt mittlerweile viele Alternativen aus Bienenwachs, Soja oder pflanzlichem Wachs, die deutlich sauberer abbrennen und weniger Ruß und Schadstoffe freisetzen.
Ein weiterer Tipp: Vermeide Dochte aus Metall, besonders solche mit Bleianteilen. Optimal sind Baumwoll- oder Holzdochte. Und lüfte danach gründlich – frische Luft hilft, belastende Stoffe schnell wieder aus dem Raum zu entfernen.
Die gute Nachricht: Gelegentliches Kerzenlicht in Maßen und bei guter Belüftung stellt kein hohes Risiko dar. Doch wer regelmäßig Kerzen nutzt, tut seiner Gesundheit und der Luftqualität zu Hause einen Gefallen, wenn er auf natürliche Materialien setzt und auf ausreichende Frischluft achtet.
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