Krake oder Kalmar? Wo liegen die Unterschiede?
Wer sich für Meereslebewesen interessiert, fragt sich oft: Was unterscheidet eigentlich den Kraken von einem Kalmar? Beide gehören zur Gruppe der Kopffüßer, sehen aber deutlich verschieden aus – und nicht nur das.
Ein wichtiges Merkmal ist die Größe. Der Krake ist in der Regel deutlich größer als viele andere Tintenfische, darunter der bekannte Kalmar. Während Kalmare meist zwischen 30 und 100 Zentimetern lang werden, kann ein ausgewachsener Krake eine Spannweite von über drei Metern erreichen und mehrere Kilogramm wiegen.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Körperstruktur. Kalmare besitzen eine harte, hornartige Innenskelett-Stange – das sogenannte "Gehäuse", das manchmal als "Tintenfischgrat" bezeichnet wird. Diese steife, rückgratähnliche Struktur gibt dem Tier Halt. Kraken hingegen haben kein solches Skelet, sondern sind komplett weich. Deshalb sind sie besonders geschmeidig und können sich durch enge Spalten quetschen.
Auch die Anzahl der Arme verrät, um welches Tier es sich handelt. Kalmare haben insgesamt zehn Tentakeln: acht kurze Arme und zwei längere Fangarme. Der Krake dagegen besitzt nur acht Arme – dafür kräftig und mit starken Saugnäpfen ausgestattet. Diese helfen ihm, Beute wie Fische oder Krebse festzuhalten.
Beide Tiere leben in allen Weltmeeren, doch während Kalmare oft in größeren Schwärmen nahe der Oberfläche vorkommen, bevorzugt der Krake versteckte Lebensräume wie Felsspalten oder Korallengewölbe. Seine Intelligenz und Tarnfähigkeit machen ihn zu einem der faszinierendsten Bewohner des Meeres.
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