Warum kalt trinken nicht automatisch gesünder ist
Wer glaubt, durch eiskaltes Wasser abzunehmen oder besonders fit zu werden, könnte enttäuscht werden. Zwar verbrennt der Körper beim Trinken von kaltem Wasser minimal mehr Energie, weil er die Flüssigkeit auf Körpertemperatur erwärmen muss – doch dieser Effekt ist so gering, dass er im Alltag kaum eine Rolle spielt.
Die Wahrheit ist einfach: Ob kalt oder lauwarm – Hauptsache, man trinkt genug. Wasser, egal wie kalt, versorgt den Körper vor allem mit Feuchtigkeit und unterstützt lebenswichtige Funktionen. Aber gesundheitliche Übervorteile durch Kälte gibt es nicht. Im Gegenteil: Manche Menschen fühlen sich nach kalten Getränken bei Hitze sogar erschöpfter, weil der Körper durch den Temperaturunterschied zusätzlich arbeiten muss.In traditionellen Heilkunde-Systemen wie der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird oft warmes oder lauwarmes Wasser bevorzugt – nicht aus Laune, sondern weil es als schonender für die Verdauung gilt. Kalte Getränke während oder direkt nach einer Mahlzeit können den Verdauungsprozess verlangsamen, besonders bei empfindlichen Menschen.
Am Ende zählt vor allem das Trinken selbst. Wer auf Nummer sicher geht, greift je nach Situation bewusst: im Sommer darf es ruhig kühl sein, im Winter oder morgens auf nüchternen Magen oft besser lauwarm. Der Körper dankt es – unabhängig von Gradzahlen.
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