Lebensmittel in den Niederlanden oft teurer als in Deutschland

Urlauber aus den Niederlanden kennen das Phänomen: Kaum über der Grenze in Deutschland angekommen, füllen sich die Einkaufswagen. Ein Liter Milch, 250 Gramm Butter oder 500 Gramm Rinderhack – was in den Niederlanden deutlich mehr kostet, ist hierzulande oft spürbar günstiger. Tatsächlich zahlen Niederländer im Schnitt mehr für ihre Lebensmittel als Deutsche – und das schon lange, nicht erst seit der jüngsten Inflation.

In vielen niederländischen Supermärkten kostet ein Liter Milch etwa 1,50 Euro, Butter liegt bei drei Euro für 250 Gramm und Rinderhack bei fünf Euro pro halben Kilo. In Deutschland hingegen finden sich diese Artikel oft zu deutlich niedrigeren Preisen im Regal. Kein Wunder also, dass viele Niederländer gezielt nach Deutschland fahren, um einzukaufen – besonders an Grenzregionen wie in der Nähe von Kleve, Nijmegen oder Maastricht ist das ein alltägliches Bild.

Der Preisunterschied liegt unter anderem an unterschiedlichen Steuersystemen, höheren Ladenmieten und einem tendenziell stärkeren Fokus auf Bio- und Premiumprodukte in den Niederlanden. Doch nicht nur Lebensmittel sind betroffen – auch Benzinkosten oder Gastropreise sind im Nachbarland oft höher.

Trotzdem bleibt der deutsche Einkaufsbummel für viele Niederländer ein kleiner, aber lohnender Ausflug. Und wer einmal die vollen Parkplätze vor deutschen Supermärkten an einem Sonnabend gesehen hat, weiß: Die Grenze ist fließend – vor allem, wenn es um gute Preise geht.

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