Ist „gesund“ steigerbar?

Die Frage, ob das Adjektiv „gesund“ steigerbar ist, lässt sich klar mit „Ja“ beantworten. Wie viele deutsche Adjektive kann auch „gesund“ gesteigert werden – und das auf zwei Arten. Der Komparativ lautet entweder gesünder oder seltener auch gesunder. Der Superlativ wird gebildet mit am gesündesten oder am gesuntesten.

Im Alltag hört man meist „gesünder“ und „am gesündesten“. Beispiele: „Nach der Diät fühle ich mich gesünder.“ Oder: „Dieses Rezept ist am gesündesten, das ich kenne.“ Die Variante mit „-er“ (gesunder, gesuntester) ist zwar grammatikalisch korrekt, kommt aber heute kaum noch vor und klingt vielen eher veraltet oder regional geprägt.

Wichtig ist, dass die Steigerung von „gesund“ genauso funktioniert wie bei anderen Adjektiven mit ähnlichem Lautmuster – etwa „jung“ (junger, am jüngsten). Die Umlautbildung im Komparativ (gesünder) folgt einer typischen Regel der deutschen Sprache, bei der aus „u“ ein „ü“ wird, wenn möglich.

In der Umgangssprache wird die Steigerung oft verwendet, um Vergleiche zwischen Lebensweisen, Ernährung oder sportlicher Leistungsfähigkeit anzustellen. „Ich esse gesünder als früher“ – Sätze wie dieser sind allgegenwärtig und zeigen, wie lebendig diese Form der Steigerung ist.

Also ja: „gesund“ ist steigerbar – und zwar ganz natürlich im täglichen Sprachgebrauch. Die gängigen Formen „gesünder“ und „am gesündesten“ sollte man einfach beherrschen, um klar und richtig auszudrücken, wie es um die Gesundheit steht.

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