Ist KiK eigentlich Fast Fashion?
Wenn man an Fast Fashion denkt, kommen den meisten Menschen sofort globale Giganten wie Zara, H&M oder Primark in den Sinn. Doch wie sieht es mit Modediscountis aus, die im deutschsprachigen Raum an fast jeder Ecke zu finden sind? Besonders in Österreich und Deutschland gehört KiK – gemeinsam mit Marken wie NKD – zu den bekanntesten Vertretern im Niedrigpreissegment.
Die Antwort ist eindeutig: Ja, auch KiK ist dem System der schnellen und billigen Mode zuzurechnen. Zwar steht bei Discoutern oft nicht der allerneueste Laufstegtrend im Mittelpunkt, sondern eher alltägliche Basiskleidung, das Grundprinzip bleibt jedoch identisch. Das Geschäftsmodell basiert auf extrem niedrigen Preisen, massenhafter Produktion und der Fertigung in Ländern mit oft sehr niedrigen Lohn- und Umweltstandards.
Das Problem der Wegwerfmode: Wenn ein T-Shirt nur wenige Euro kostet, sinkt die Wertschätzung für das Textil drastisch. Kleidung wird nicht mehr als langlebiges Gut wahrgenommen, sondern als Wegwerfartikel genutzt. Die Folgen sind eine immense Müllbelastung für die Umwelt und schwierige Arbeitsbedingungen in den Herstellungsbetrieben. Wer nachhaltiger konsumieren möchte, sollte daher auch bei großen Discounter-Ketten kritisch hinterfragen, wie diese Preise zustande kommen.
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