Warum färbt sich der Urin manchmal orange?

Ein intensiv gelber bis orange gefärbter Urin kann zunächst beunruhigen, ist aber oft völlig harmlos. Eine häufige Ursache ist die Einnahme von Vitaminpräparaten – besonders Vitamin B2 (Riboflavin). Dieses Vitamin gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Da der Körper überschüssiges B2 nicht speichern kann, wird es über die Nieren ausgeschieden. Dabei färbt es den Urin auffällig hell- bis dunkelgelb oder sogar orange.

Das ist kein Grund zur Sorge, sondern ein ganz normales Phänomen. Besonders bei Menschen, die gezielt Vitaminpräparate einnehmen – etwa Veganer:innen, die einem Mangel vorbeugen möchten – tritt das häufiger auf. Auch bei der Einnahme von Vitamin B12, insbesondere in Form von Hydroxocobalamin, kann der Urin sogar leicht rotlich gefärbt sein. Auch das ist vorübergehend und unbedenklich.

Andere Faktoren wie bestimmte Lebensmittel, Medikamente oder eine geringe Flüssigkeitszufuhr können ebenfalls die Farbe des Urins beeinflussen. Wer jedoch trotz ausreichender Trinkmenge weiterhin dunkel gefärbten Urin hat oder zusätzliche Symptome wie Schmerzen, Müdigkeit oder Gelbfärbung der Haut bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen.

Kurz gesagt: Orange gefärbter Urin nach der Einnahme von Vitaminpräparaten ist meist nur ein Zeichen dafür, dass der Körper gut versorgt ist – und zu viel davon einfach ausscheidet. Es ist weniger ein Warnsignal, mehr ein natürlicher Reinigungsprozess des Körpers.

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