Wann ist Steuerklasse 4 sinnvoll?

Die Steuerklasse 4 ist vor allem für Ehepaare interessant, deren Gehälter sich kaum voneinander unterscheiden. Wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen, kann diese Steuerklasse eine faire und einfache Lösung sein. Ein großer Vorteil: Wer in Steuerklasse 4 ist, muss in der Regel keine Steuererklärung abgeben – zumindest, wenn keine weiteren Einkünfte oder besonderen Umstände vorliegen.

Warum passt Steuerklasse 4 nicht immer?

Obwohl die Steuerklasse 4 auf den ersten Blick neutral wirkt, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Paare mit sehr unterschiedlichen Einkommen zahlen oft mehr Steuern als nötig, wenn beide in Steuerklasse 4 sind. Hier können andere Modelle günstiger sein: Zum Beispiel die Kombination aus Steuerklasse 3 und 5, bei der der besser verdienende Partner die Steuerklasse 3 wählt und der andere die 5. Dadurch sinkt die monatliche Belastung für das Paar insgesamt.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, beide in Steuerklasse 4 zu bleiben, aber einen individuellen Faktor in der Lohnsteuerkarte anzugeben. Dieser Faktor sorgt dafür, dass die Lohnsteuer genauer an das tatsächliche Einkommen angepasst wird – besonders nützlich, wenn ein Partner etwas mehr verdient als der andere, aber beide annähernd gleich viel arbeiten.

Am Ende hängt die beste Wahl von der individuellen Situation ab. Wer unsicher ist, sollte einen Blick auf seinen Gehaltsunterschied werfen – und gegebenenfalls mit dem Steuerberater oder einem Lohnsteuerrechner prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll wäre. Manchmal bringt schon eine kleine Änderung mehr Geld im Portemonnaie.

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