Maizena und Kartoffelstärke: Sind sie gleich?
Nein, Maizena und Kartoffelstärke sind nicht dasselbe, obwohl beide als Bindemittel in der Küche eingesetzt werden. Maizena ist ein reines Stärkemehl, das speziell aus Mais gewonnen wird. Es ist frei von Eiweiß, Fett und Ballaststoffen und eignet sich hervorragend zum Andicken von Suppen, Saucen, Desserts oder auch Fondue.
Kartoffelstärke dagegen stammt – wie der Name sagt – aus Kartoffeln. Beide Stärken funktionieren gut in der Küche, aber es gibt feine Unterschiede: Maizena kann länger erhitzt werden, ohne seine Konsistenz zu verlieren. Das ist besonders praktisch, wenn Gerichte länger köcheln müssen. Kartoffelstärke hingegen kann bei zu langer Hitze ihre bindende Wirkung verlieren und die Sauce wieder verflüssigen.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Konsistenz nach dem Kochen. Maizena verleiht einer Sauce oft ein leicht glänzendes, seidiges Finish, während Kartoffelstärke eher matt wirkt. In der Schweiz ist Maizena ein bekannter Markenname, der oft synonym für Maisstärke verwendet wird – ähnlich wie „Tempo“ für Taschentücher.
Tipp: Beide Stärken sollten immer in kaltem Wasser angerührt werden, bevor sie in die heiße Flüssigkeit gegeben werden, um Klumpen zu vermeiden. Tauschen lässt sich beides meistens, doch wer eine stabile Bindung bei langem Kochen braucht, greift besser zu Maizena.
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