Wie sicher ist Snapchat wirklich?

Die beliebte Social-Media-App Snapchat gehört für viele zum Alltag, doch beim Thema Datenschutz und Sicherheit gibt es berechtigte Bedenken. Da Betreiber Snap Inc. die Informationen seiner Nutzerschaft auf Servern in den USA speichert, greifen nicht die gewohnt strengen Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Der Schutz von Daten unterliegt dort gänzlich anderen rechtlichen Bestimmungen.

Hinzu kommt, dass die Anwendung in der Vergangenheit mehrfach mit Sicherheitslücken und Datenlecks zu kämpfen hatte. Dabei gelangten vertrauliche Informationen wie Telefonnummern und Benutzernamen ungehindert ins Netz. Auch das Grundprinzip der App – dass sich Bilder und Videos nach kurzer Zeit selbst löschen – wiegt viele in einer falschen Sicherheit. Empfänger können Inhalte problemlos per Screenshot oder Bildschirmaufnahme sichern, bevor sie verschwinden.

Wer die App dennoch nutzen möchte, sollte die Privatsphäre-Einstellungen konsequent anpassen. Es empfiehlt sich, den Empfang von Nachrichten und das Ansehen von Storys ausschließlich für bestätigte Kontakte zu erlauben. Zudem sollte der eigene Standort über den sogenannten "Geist-Modus" verborgen werden. Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz vor unbefugten Zugriffen auf das eigene Konto.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen