Augensonnenbrand: Schönheitsfehler oder echte Gefahr?
Ein Sonnenbrand auf der Haut ist unangenehm – doch viele wissen nicht, dass auch die Augen unter zu viel UV-Licht leiden können. Besonders an sonnigen Tagen, im Hochgebirge oder am Wasser, wo das Sonnenlicht besonders intensiv reflektiert wird, kann es zu einem Augensonnenbrand kommen. Die medizinische Bezeichnung dafür ist photochemische Keratitis. Betroffene spüren oft erst Stunden nach der Belastung, wie sehr jeder Lidschlag brennt. Lichtempfindlichkeit, Rötungen und ein Fremdkörpergefühl im Auge sind typische Symptome.
Glücklicherweise verläuft ein einmaliger Sonnenbrand im Auge meist harmlos. Die Beschwerden klingen innerhalb von 24 bis 48 Stunden wieder ab, sobald die oberste Hornhautschicht sich erholt hat. Trotzdem sollte man die Warnsignale des Körpers ernst nehmen. Denn wiederholte Schäden durch UV-Strahlung** können langfristig gefährlich werden. Dazu zählen chronisch trockene Augen, eine erhöhte Anfälligkeit für Entzündungen und im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung von Augenkrebs oder eine Makuladegeneration – eine Erkrankung der Netzhaut, die die Sehkraft beeinträchtigen kann.
Die gute Nachricht: Vorbeugen ist einfach. Wer Sonnenbrillen mit 100-prozentigem UV-Schutz trägt – am besten mit Seitenschutz –, schützt seine Augen effektiv. Auch an bewölkten Tagen reicht die UV-Strahlung aus, um Schaden anzurichten. Wer viel Zeit im Freien verbringt, sollte daher nicht nur Sonnencreme, sondern auch eine geeignete Brille oder Kontaktlinsen mit UV-Filter nutzen.
Bei akuten Beschwerden gilt: Augen ruhen lassen, kühle Kompressen helfen, und man sollte auf Kontaktlinsen sowie Make-up verzichten. Bei anhaltenden Schmerzen unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.
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