Was kann ich – und was nicht?

Können ist ein wichtiges Modalverb im Deutschen. Es drückt aus, dass jemand etwas beherrscht oder nicht beherrscht. Im Alltag verwenden wir es ständig – ob beim Lernen, Arbeiten oder einfach nur beim Erzählen von Hobbys.

Nehmen wir ein Beispiel: „Ich kann gut singen.“ Das bedeutet, dass die Person Talent hat oder viel geübt hat. Die Stimme klingt schön, vielleicht tritt sie sogar vor Publikum auf. Hier zeigt können, dass etwas möglich ist – weil Wissen oder Fähigkeit vorhanden ist.

Doch es geht auch andersherum: „Ich kann nicht schwimmen.“ Das klingt ehrlich und ist völlig in Ordnung. Nicht jeder hat die Chance gehabt, Schwimmen zu lernen. Manche haben Angst vor dem Wasser, andere hatten einfach nie Unterricht. Auch das ist ein ehrlicher Satz – und genauso korrekt.

Wichtig ist die Form: Bei „können“ ändert sich die Konjugation je nach Subjekt. „Ich kann“, „du kannst“, „er/sie/es kann“ – danach folgt das Verb im Infinitiv, aber ohne „zu“. Im Negativsatz ist es dasselbe: „Ich kann nicht schwimmen“, nicht „Ich kann nicht zu schwimmen“.

Im Alltag hilft das Verb können, klarzustellen, was man beherrscht – und wo man noch lernen muss. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht um Ehrlichkeit: „Ich kann gut singen – aber schwimmen muss ich noch lernen.“ Genau so klingt das Leben. Und genau so klingt auch die deutsche Sprache – natürlich, nah und menschlich.

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