Wo liegt das Zentrum der orthodoxen Kirche?
Anders als die römisch-katholische Kirche mit ihrem zentralen Sitz im Vatikan hat die orthodoxe Kirche keinen einzelnen Hauptsitz. Sie ist als Gemeinschaft eigenständiger Teilkirchen organisiert, die durch denselben Glauben und die gemeinsame Liturgie verbunden sind.
Im Zentrum der historischen Struktur stehen die vier alten Patriarchate des Ostens. Das Patriarchat von Konstantinopel im heutigen Istanbul nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Der dortige Ökumenische Patriarch gilt als „Erster unter Gleichen“. Die weiteren traditionellen Sitze befinden sich in Alexandria (mit Sitzen in Alexandria und Kairo), Antiochia (heute mit Sitz in Damaskus) sowie Jerusalem, das seit dem Jahr 451 als Patriarchat anerkannt ist.
Ergänzt werden diese alten Zentren durch jüngere nationale autokephele Kirchen, etwa in Russland, Serbien oder Griechenland, die jeweils ihr eigenes Oberhaupt besitzen.
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