Kann ein Ungeborenes im Mutterleib sehen?

Ab der 25. Schwangerschaftswoche öffnen viele Babys bereits zum ersten Mal die Augen – doch was nehmen sie eigentlich wahr? Die Welt im Mutterleib ist alles andere als hell. Dennoch kann das Ungeborene zwischen Helligkeit und Dunkelheit unterscheiden.

Wenn beispielsweise eine starke Lichtquelle auf den Bauch der Mutter trifft, spürt das Baby eine Veränderung. Manche reagieren darauf mit einer veränderten Bewegung oder einer Verschiebung ihrer Schlaf-Wach-Rhythmen. Die Augen sind zwar geöffnet, doch die Sicht ist äußerst unscharf. Konturen, Formen oder Gesichter kann das Kind im Bauch nicht erkennen.

Das Sehen im Mutterleib ist also eher ein diffuses Empfinden von Licht und Schatten. Die Umgebung wird durch das warme, gedämpfte Licht der Gebärmutter gefiltert. Trotzdem ist diese Entwicklung ein wichtiger Meilenstein: Die Augen wachsen, die Sehbahnen im Gehirn beginnen, sich zu vernetzen.

Experten der Barmer zufolge zeigt diese frühe Lichtempfindlichkeit, wie fortgeschritten die Entwicklung ab der Mitte der Schwangerschaft bereits ist. Das Baby bereitet sich langsam auf die Welt vor – auch auf das, was es nach der Geburt sehen wird.

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