Kann Grappa eigentlich ablaufen?

Wer im Barfach oder Keller eine längst vergessene Flasche entdeckt, stellt sich oft die Frage: Ist der Grappa noch genießbar? Die kurze Antwort lautet: Ja. Hochprozentige Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von meist deutlich über 35 Vol.-% bieten Keimen, Bakterien und Schimmelpilzen keinen Nährboden. Solange die Flasche ungeöffnet und gut verschlossen ist, hält sich Grappa praktisch unbegrenzt.

Auch nach dem Öffnen wird der italienische Tresterbrand nicht schädlich oder schlecht im klassischen Sinne. Allerdings setzt mit dem Kontakt zu Sauerstoff eine langsame Oxidation ein. Das bedeutet, dass der Grappa im Laufe von Monaten oder Jahren schrittweise an Aroma und geschmacklicher Tiefe verlieren kann, besonders wenn die Flasche nur noch wenig gefüllt ist.

Um die feinen Nuancen möglichst lange zu bewahren, empfiehlt sich eine dunkle, kühle und stehende Lagerung geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann Grappa auch nach Jahren noch unbesorgt genießen.

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