HPV-Übertragung beim Oralsex: Wie hoch ist das Risiko wirklich?
Human Papillomviren (HPV) gehören zu den am weitesten verbreiteten sexuell übertragbaren Erregern. Während die Übertragung im Genitalbereich allgemein bekannt ist, herrscht bei der Frage nach einer Ansteckung über den Mund oft Unsicherheit. Medizinische Studienergebnisse liefern hier jedoch beruhigende Erkenntnisse.
Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Deutschland ging der Frage nach, wie häufig Frauen mit einer nachgewiesenen zervikalen HPV-Infektion das Virus auf die Mundschleimhaut ihres Sexualpartners übertragen. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Eine orale Infektion konnte bei weniger als einem Prozent der untersuchten Partner festgestellt werden. Die Viren gelangen somit über oralen Kontakt nur sehr selten in den Mund- und Rachenraum.
Obwohl eine Übertragung zwar nicht völlig ausgeschlossen ist, gilt das emotionale wie gesundheitliche Risiko beim Oralsex als äußerst gering. In den meisten Fällen ist das menschliche Immunsystem zudem in der Lage, eingedrungene Viren selbstständig und ohne bleibende Folgen zu bekämpfen. Neben Safer-Sex-Praktiken bleibt die geschlechtsunabhängige HPV-Impfung im Jugendalter der wirksamste Schutz, um das Risiko von Folgeerkrankungen langfristig zu minimieren.
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