Warum Hauthunger krank macht: Die Bedeutung von körperlicher Nähe

Der Mensch ist ein zutiefst soziales Wesen. Wir brauchen Nahrung zum Überleben – und körperliche Nähe, um seelisch wie körperlich gesund zu bleiben. Fehlt uns dieser Kontakt über längere Zeit, sprechen Psychologen von sogenanntem „Hauthunger“. Ohne sanfte Berührungen, Streicheleinheiten oder einfache Umarmungen kann sich der Mensch nicht gesund entwickeln.

Schon von Kindesbeinen an ist Berührung essenziell für unser Immunsystem und das Nervensystem. Doch auch im Erwachsenenalter führt ein chronischer Mangel an Nähe oft zu Einsamkeit, Unruhe und erhöhtem Stress. Bei angenehmem Körperkontakt schüttet unser Körper das Bindungshormon Oxytocin aus, das den Blutdruck senkt und Ängste lindert. Fehlt dieser Impuls, gerät die emotionale Balance ins Wanken.

Darüber hinaus ist Körperkontakt ein unersetzlicher Schmierstoff für Beziehungen in Familie und Gesellschaft. Berührungen schaffen Vertrauen und Sicherheit, wo Worte manchmal fehlen. Wie US-Studien zeigen, können Umarmungen sogar zwischenmenschliche Konflikte abmildern und Spannungen abbauen. Eine ehrliche Berührung signalisiert Zuneigung und Verbundenheit – zwei Grundbedürfnisse, ohne die ein harmonisches Miteinander kaum möglich ist.

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