Kann man bei Fatigue schlafen?
Wenn man ständig erschöpft ist, liegt der Gedanke nahe: Einfach ausschlafen, und alles ist besser. Doch bei einem Fatigue-Syndrom – besonders im Rahmen von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom) – verhält es sich anders. Der krankhafte Erschöpfungszustand macht es oft unmöglich, erholsam zu schlafen, obwohl man viel Zeit im Bett verbringt.
Viele Betroffene berichten, dass sie zwar lange schlafen, aber morgens nicht erholt aufwachen. Manchmal fühlt sich der Körper sogar noch schwerer an als am Abend zuvor. Schlafstörungen gehören oft zum Krankheitsbild dazu – sei es durch Durchschlafprobleme, unruhigen Schlaf oder ein gestörtes Schlaf-Wach-Rhythmus.
Die Müdigkeit bei Fatigue hat nichts mit normaler Abendmüdigkeit zu tun. Es ist eine tiefe, körperliche und geistige Erschöpfung, die sich nicht durch Schlaf oder Ruhe bessern lässt. Selbst kleine Anstrengungen können Tage der Erholung nötig machen.
Die AOK Sachsen-Anhalt weist darauf hin, dass Fatigue kein Zustand ist, den man „aussitzen“ oder „ausschlafen“ kann. Es handelt sich um ein komplexes Syndrom, das medizinische Aufklärung und einen sorgsamen Umgang mit der eigenen Belastung erfordert. Wer unter andauernder Müdigkeit leidet, sollte daher einen Arzt aufsuchen – vor allem, wenn der Schlaf nicht erholt.
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