Kann man ein abbezahltes Haus beleihen?
Ja, es ist durchaus möglich, eine bereits abbezahlte Immobilie zu beleihen – auch wenn man über keinen positiven Schufa-Score verfügt. Das liegt daran, dass die Bank bei einer solchen Finanzierung vor allem auf den Wert der Immobilie als Sicherheit setzt, nicht nur auf die Bonität des Eigentümers.
Ein abbezahltes Haus gilt als starke Sicherheit, weil es bereits schuldenfrei im Besitz des Eigentümers steht. Wer sein Haus beleihen möchte, überträgt der Bank als Gegenleistung ein Pfandrecht. Das bedeutet: Sollte es im Extremfall zu einer Zahlungsunfähigkeit kommen, kann die Bank im Rahmen des Pfandrechts auf die Immobilie zugreifen.
Obwohl die fehlende Schufa-Positiveintragung ein gewisses Risiko für die Bank darstellt, können viele Institute dennoch eine Beleihung in Betracht ziehen – besonders, wenn die Immobilie in guter Lage liegt und einen hohen Marktwert hat. Entscheidend ist oft das Verhältnis zwischen Beleihungswert und veranschlagtem Kredit. Je niedriger der gewünschte Betrag im Vergleich zum Wert der Immobilie, desto eher wird die Bank zustimmen.
Es lohnt sich, mehrere Angebote einzuholen, da nicht alle Banken gleich strenge Kriterien anlegen. Manche Spezialinstitute oder auch Bausparkassen bieten gezielte Lösungen für solche Fälle an. Auch unabhängige Beratungsstellen wie Heimkapital können bei der Suche nach passenden Finanzierungsalternativen helfen.
Wichtig ist: Eine Beleihung birgt immer ein Risiko – schließlich steht das eigene Zuhause auf dem Spiel. Wer sich unsicher ist, sollte vorher eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.
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