Limit-Order stornieren: So funktioniert das Zurückziehen von Börsenaufträgen

Wer an der Börse Aktien oder andere Wertpapiere kauft, nutzt häufig eine sogenannte Limit-Order. Im Gegensatz zu einer normalen Markt-Order legen Sie hierbei im Voraus einen maximalen Kaufpreis oder einen minimalen Verkaufspreis fest. Doch was passiert, wenn sich der Markt überraschend dreht oder Sie Ihre Anlagestrategie ändern? Die wichtigste Regel lautet: Solange Ihre Limit-Order noch nicht ausgeführt wurde, können Sie sie jederzeit stornieren.

Ein Rückzug der Order ist vor allem dann sinnvoll, wenn der gewählte Zielpreis durch neue Unternehmensnachrichten oder Marktschwankungen nicht mehr realistisch ist. In der Auftragsübersicht Ihres Online-Brokers oder Ihrer Bank finden Sie bei allen aktiven Aufträgen eine entsprechende Option wie „Order löschen“ oder „Stornieren“. Ein Klick genügt meist, um den Auftrag sofort aus dem Orderbuch der Börse zu entfernen.

Beachten Sie jedoch den aktuellen Status Ihres Auftrags: Sobald eine Limit-Order ganz oder teilweise ausgeführt wurde, ist dieser Kauf oder Verkauf unwiderruflich abgeschlossen. Wurde nur ein Teil der gewünschten Stückzahl gehandelt, lässt sich das Storno lediglich für den noch offenen Restbetrag anwenden. Zudem verlangen manche traditionellen Banken eine geringe Bearbeitungsgebühr für Auftragsänderungen, während die Stornierung bei den meisten modernen Neobrokern vollständig kostenlos ist.

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