Kann man Kunstharzlack mit Acryllack mischen?

Wer beim Heimwerken Farbe für sein Projekt sucht, sollte besonders auf die Verträglichkeit der Lacke achten. Kunstharzlack und Acryllack sollten niemals gemischt werden – und auch nicht direkt übereinander verarbeitet werden. Der Grund liegt in der chemischen Zusammensetzung: Kunstharzlacke härten durch eine chemische Reaktion aus, während Acryllacke wasserbasiert und meist schneller trocknend sind.

Wenn man Acryllack oder Nitro-Kombilack auf einen bereits bestehenden Kunstharzlack aufträgt, kann es zur sogenannten „Unverträglichkeit“ kommen. Das bedeutet, dass der neue Lack den alten anweicht und zum „Hochziehen“ bringt – der Untergrund wellt sich, Blasen entstehen, und die Oberfläche wird uneben und unschön. Solche Fehler sind oft kaum mehr zu retten und erfordern aufwendige Nacharbeit.

Das Gleiche gilt übrigens auch beim Mischen von Farben in der Dose: Selbst wenn man versucht, die Lacke physisch zu kombinieren, führt die chemische Inkompatibilität meist zu einem unbrauchbaren Ergebnis. Wer also einen neuen Anstrich plant, sollte entweder konsequent mit Kunstharzlacken arbeiten oder vollständig auf Acrylbasierte Lacke umsteigen – aber nicht beides mischen.

Als Faustregel gilt: Immer auf die Herstellerangaben achten und sicherstellen, dass die verwendeten Produkte miteinander kompatibel sind. So spart man Zeit, Material und viel Frust. Beim Lackieren ist Vorsicht eben doch besser als Nacharbeit.

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