Leben mit multiresistenten Keimen: Das sollten Sie wissen
Die Nachricht, mit einem multiresistenten Keim besiedelt zu sein, löst bei vielen Menschen erst einmal Unsicherheit aus. Doch die wichtigste Botschaft vorweg: Man kann auch mit solchen Erregern ein weitgehend normales Leben führen. Eine reine Besiedlung bedeutet nämlich nicht, dass man automatisch erkrankt ist – viele Betroffene tragen die Bakterien auf der Haut oder den Schleimhäuten, ohne jemals Symptome zu entwickeln.
Sollte es dennoch zu einer Erkrankung kommen, stehen spezialisierte Reserveantibiotika zur Verfügung, die gegen diese Erreger weiterhin wirksam sind. Eine gezielte Entkeimung zur Beseitigung der Erreger ist medizinisch vor allem beim bekannten MRSA möglich und etabliert. Bei anderen multiresistenten Keimen konzentriert man sich vorrangig darauf, Infektionen vorzubeugen und das Immunsystem zu schützen.
Im Alltag reichen meist einfache Hygienemaßnahmen aus. Eine konsequente Händehygiene schützt Angehörige im eigenen Haushalt wirkungsvoll. Wichtig ist außerdem, behandelndes Fachpersonal bei Arztbesuchen oder Klinikaufenthalten frühzeitig zu informieren, damit gezielte Schutzvorkehrungen getroffen werden können.
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