Kann Vorhofflimmern aufhören?

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die bei vielen Menschen über längere Zeit besteht – aber es muss nicht für immer andauern. In einigen Fällen kann es tatsächlich wieder verschwinden, besonders wenn eine zugrunde liegende Ursache gefunden und behandelt wird.

So kann beispielsweise eine überaktive Schilddrüse das Herz stark belasten und Vorhofflimmern auslösen. Wird diese Schilddrüsenüberfunktion rechtzeitig erkannt und medikamentös oder mit einer gezielten Therapie behandelt, kann der Herzrhythmus sich bei manchen Patienten wieder normalisieren. Ähnlich verhält es sich bei bestimmten Herzklappenfehlern: Eine undichte Klappe kann das Herz überlasten und die Vorhöfe vergrößern – ideale Bedingungen für unregelmäßige Impulse. Wird die Klappe operiert oder minimalinvasiv ersetzt, besteht die Chance, dass das Vorhofflimmern zurückgeht oder ganz verschwindet.

Doch nicht immer lässt sich die Störung so einfach beheben. Bei anderen Betroffenen hält das Vorhofflimmern an und erfordert eine langfristige Therapie – sei es mit Medikamenten, einer gezielten Katheterablation oder einer Kombination aus beidem. Wichtig ist daher, frühzeitig die Ursache abklären zu lassen. Denn je früher behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Herz vor weiteren Schäden zu schützen.

Ob Vorhofflimmern „aufhört“, hängt also stark von der individuellen Situation ab. Mit der richtigen Diagnostik und Therapie kann aber oft viel erreicht werden – nicht nur, um Symptome zu lindern, sondern auch, um langfristig die Lebensqualität zu verbessern.

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