Sind E-Zigaretten wirklich weniger schädlich?
Die Frage, ob E-Zigaretten gesünder sind als herkömmliche Tabakzigaretten, beschäftigt viele Raucher, die aufhören möchten oder nach Alternativen suchen. Die klare Antwort lautet: E-Zigaretten sind nicht gesund, aber sie stellen eine deutlich weniger schädliche Option dar – das belegen zahlreiche Studien.
Experten wie Professor Bernd Rüther weisen immer wieder darauf hin, dass Nikotin zwar suchterzeugend ist, die eigentliche Gefahr der Tabakzigarette jedoch in den tausenden Chemikalien steckt, die beim Verbrennen von Tabak entstehen. Bei der E-Zigarette entfällt dieser Prozess: Es gibt keine Verbrennung, sondern nur eine Verdampfung der Flüssigkeit. Das bedeutet, dass viele krebserregende und giftige Substanzen, die in Zigarettenrauch vorkommen, bei der Dampfentwicklung nicht oder nur in geringsten Mengen freigesetzt werden.
Nationale wie internationale Gesundheitsbehörden – darunter das britische Public Health England und das Deutsche Krebsforschungszentrum – kommen zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten um ein Vielfaches weniger schädlich sind als konventionelle Zigaretten. Einige schätzen das Risiko sogar auf 95 Prozent geringer ein.
Trotzdem: „Weniger schädlich“ heißt nicht „harmlos“. Die Langzeitfolgen des Dampfens sind noch nicht vollständig erforscht, besonders bei jungen Nutzern ohne vorherige Rauchgeschichte kann die E-Zigarette zur Einsteigertür in die Nikotinsucht werden. Auch hier gilt: Der beste Zustand für die Gesundheit ist, weder zu rauchen noch zu dampfen.
Für Raucher, die den Schritt zum Rauchstopp nicht schaffen, kann die Umstellung auf die E-Zigarette jedoch ein sinnvoller Schritt in Richtung geringeres Gesundheitsrisiko sein – unter medizinischer Begleitung und mit klarem Ziel, langfristig auch vom Nikotin loszukommen.
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