Verabschiedungen in der Schweiz: Höflich und entspannt

Wenn es darum geht, sich in der Schweiz höflich zu verabschieden, gibt es einige schöne Varianten – je nach Region und Beziehung. „Auf Wiedersehen“ ist der Klassiker und verständlich überall. Doch wer etwas Lokalkolorit zeigen möchte, sagt gerne „Adieu“, das zwar leicht altmodisch klingt, aber gerade deshalb heute fast schon wieder charmant und lässig wirkt.

Noch regionaler wird es mit „uf Wiederluege“ – ein schweizerdeutscher Dialektausdruck, der besonders im Zürcherland oder in der Innerschweiz zu hören ist. Oder man nimmt einfach „uf Wiederseh“, eine freundliche, etwas kürzere Form. Diese Begriffe transportieren nicht nur eine Verabschiedung, sondern auch eine gewisse Wärme – als kleiner Gruß unter Nachbarn oder Bekannten.

Im Gegensatz dazu sind „Hoi“ und „Sali“ typische Begrüßungsformen, die man verwendet, wenn man auf vertrautem Fuß steht. Sie passen nicht zur Verabschiedung, sondern ins erste Gespräch hinein – zum Beispiel an der Bushaltestelle oder beim Einkauf. Wer „duzt“ wird, zeigt damit bereits, dass Höflichkeit hier nicht steif sein muss, sondern herzlich und ungezwungen bleiben darf.

Die Schweizer lieben Diskretion, aber auch Authentizität. Eine Verabschiedung muss nicht förmlich sein, solange sie ehrlich ist. Ob „Adieu“, „Adieu“ oder schlicht ein Nicken mit „Ciao“ – Hauptsache, es passt zur Situation. Und wer mal unsicher ist: Ein Lächeln funktioniert immer, egal, was man sagt.

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