Immer mehr Quallen im Mittelmeer
Wer im Sommer am Mittelmeer baden möchte, muss heute häufiger mit unangenehmen Begleitern rechnen: Quallen. Besonders an den Küsten von Italien, Frankreich und Kroatien häufen sich die Meldungen über massenhaftes Auftreten dieser Tiere. Was früher eine seltene Erscheinung war, wird laut Meeresbiologin Cornelia Jaspers immer häufiger – und das hat einen klaren Grund: den Klimawandel.
Die Wassertemperatur im Mittelmeer steigt, und viele Quallenarten fühlen sich bei wärmeren Bedingungen besonders wohl. Dadurch breiten sie sich stärker aus und kommen oft bis dicht an die Küsten heran. Besonders betroffen sind Strände, an denen Badegäste plötzlich mit schmerzhaften Stichen konfrontiert werden können. Unter den häufigsten Arten ist die Pelagia noctiluca, die zu heftigen Reaktionen auf der Haut führen kann.
„Wir werden in den kommenden Jahren deutlich häufiger mit Quallen konfrontiert werden“, warnt Jaspers. Doch nicht nur die Wärme begünstigt ihr Vorkommen – auch der Rückgang von natürlichen Feinden wie bestimmten Fischarten spielt eine Rolle. Zudem profitieren Quallen von veränderten Ökosystemen, die durch Überfischung und Verschmutzung entstehen.
Touristen und Einheimische sollten daher vorsichtiger werden: Badehosen aus Neopren oder spezielle Schutzanzüge helfen, Stiche zu vermeiden. Sollte man doch einmal gestochen werden, ist kaltes Wasser und eine sanfte Reinigung der betroffenen Stelle erste Hilfe. Doch langfristig zeigt das Phänomen eines deutlich: Die Meere verändern sich – und wir müssen uns anpassen.
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