Ernährung bei Lipödem: Worauf Sie achten sollten

Bei Lipödem geht es um mehr als nur das Aussehen der Beine. Die Fettverteilungsstörung betrifft vor allem Frauen und kann mit Schmerzen, Schweregefühl und einer erhöhten Anfälligkeit für Entzündungen einhergehen. Neben medizinischer Behandlung und Kompression spielt die Ernährung eine wichtige Rolle – nicht, um das Lipödem zu heilen, aber um die Symptome zu lindern und das Fortschreiten zu verlangsamen.

Eine gezielte Ernährungsumstellung kann helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren. Dazu gehört auch, bestimmte Lebensmittel bewusst zu meiden. Verarbeitetes Fleisch, wie Wurst oder Bauchspeck, enthält oft viele Zusatzstoffe und gesättigte Fette, die Entzündungen fördern können. Genauso sollten raffinierte Kohlenhydrate – etwa Weißmehlprodukte und Zucker – reduziert werden, da sie den Insulinspiegel stark beeinflussen und zur Gewichtszunahme beitragen können.

Auch knallvolle Milchprodukte stehen auf der Liste der Lebensmittel, die bei Lipödem oft nicht empfohlen werden. Sahne, Butter oder Vollmilch enthalten viel gesättigtes Fett, das die Entzündungswerte im Körper beeinflussen kann. Das bedeutet nicht, dass Milchprodukte komplett verboten sind – viele Betroffene vertragen beispielsweise Joghurt oder Käse in Maßen. Doch wer seine Ernährung anpasst, sollte auf fettreduzierte oder pflanzliche Alternativen achten, besonders wenn sich dadurch das Wohlbefinden bessert.

Wichtig ist: Jeder Körper reagiert anders. Was dem einen hilft, muss nicht für alle gelten. Eine ausgewogene, natürliche Ernährung mit viel Gemüse, gesunden Fetten und möglichst wenig verarbeiteten Produkten ist ein guter Ausgangspunkt – auch bei Lipödem.

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