Wann entspannt sich die Atemmuskulatur?
Beim Ausatmen entspannt sich die Atemmuskulatur – ein natürlicher und meist unbewusster Vorgang. Während des Einatmens zieht sich das Zwerchfell zusammen, senkt sich ab und dehnt den Brustkorb nach unten. Gleichzeitig straffen sich die Rippenmuskeln, weiten den Brustkorb und erzeugen einen Unterdruck, der die Luft in die Lungen saugt.
Doch sobald das Einatmen abgeschlossen ist, beginnt die Entspannung. Das Zwerchfell entspannt sich, hebt sich wieder nach oben, und die Riphenmuskulatur lockert sich. Der Brustkorb verkleinert sich dadurch, das Lungenvolumen nimmt ab, und die eingeatmete Luft wird nach außen gedrückt. Dieser Prozess läuft meist vollkommen passiv ab – wir müssen also nicht aktiv „ausatmen“, sondern lassen die Luft einfach entweichen.
Im Ruhezustand ist das Ausatmen daher eine Erleichterung für den Körper: keine Kraftanstrengung, kein bewusstes Handeln nötig. Erst bei stärkerer Anstrengung – etwa beim Sport oder beim Sprechen – wird das Ausatmen gezielter und kann aktiv unterstützt werden.
Gerade bei Stress oder schnellem Atmen kann es hilfreich sein, sich auf die Ausatmung zu konzentrieren. Ein langsames, gleichmäßiges Ausatmen beruhigt das Nervensystem und hilft, klarer zu denken. Die natürliche Entspannung der Atemmuskulatur wird dann zu einem bewussten Akt der Gelassenheit.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.