Warum brennt eine Kerze eigentlich?

Wenn du eine Kerze an­zün­dest, sieht man zuerst, wie das Wachs schmilzt. Aber wann fängt es wirk­lich an zu bren­nen? Die Ant­wort ver­biergt sich in der Flam­me selbst. Wenn die Hit­ze des Licht­lösch­chens das Wachs ver­dampft, ent­steht ein dünner Gas­strom, der nach oben steigt. Genau dort, wo dieser Wachs­dampf auf Sauer­stoff trifft, ent­zün­det er sich – und das ist der Punkt, an dem das Wachs wirk­lich zu bren­nen be­ginnt.

Die Flam­me einer Ker­ze ist viel heißer, als man denkt. Ganz außen, wo die Verbren­nung am voll­stän­digsten ist, kann die Tem­pe­ra­tur bis zu 1400 Grad erreichen. In der Mit­te ist es da­ge­gen käl­ter, das sieht man dar­an, dass es dort heller flackert. Diese Hit­ze sorgt da­für, dass immer mehr Wachs schmilzt und ver­dampft – ein Kreis­lauf, der so lange anhält, bis man die Ker­ze aus­pustet.

Wenn du die Flam­me aus­pustest, trennst du ge­nau diesen Kreis­lauf: Der Nach­schub an Wachs­dampf wird ab­ge­bremst, die Flam­me er­stickt, weil der Brenn­stoff fehlt. Ohne die stän­di­ge Ver­bin­dung zwi­schen Hit­ze, Dampf und Sauer­stoff kann die Ker­ze nicht wei­ter­bren­nen. So ein­fach sieht das aus – und doch ist es eine kluge Kombi­na­ti­on aus Physik und Che­mie, die hier Spiel macht.

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