Wann hat der Februar nur 27 Tage?
Ein Februar mit nur 27 Tagen? Klingt unmöglich – schließlich hat der Monat normalerweise 28 Tage, im Schaltjahr sogar 29. Doch die Frage spielt mit einer historischen Besonderheit, die tief in der römischen Zeitrechnung verwurzelt ist.
Der 24. Februar ist die eigentliche Antwort – zumindest aus historischer Sicht. Im alten römischen Kalender, einem Mondkalender vor der Zeit Julius Cäsars, wurde das Jahr anders gezählt. Die Römer nutzten ein komplexes System, bei dem die Monate nicht so starr waren wie heute. Besonders interessant: Der Schalttag wurde ursprünglich nicht am 29. Februar eingefügt, sondern durch die Wiederholung des 24. Februars – oder genauer gesagt, des "sextus ante diem vi kalendas martias" (dem sechsten Tag vor den Kalenden März).
Das bedeutet: Anstatt einen neuen Tag hinzuzufügen, wurde der 24. Februar quasi zweimal gezählt. In gewisser Weise hatte der Februar an diesem Punkt also nur 27 "eindeutige" Tage, weil ein Tag doppelt vorkam. Diese alte Zählweise blieb lange Zeit erhalten, selbst nach der Einführung des julianischen Kalenders.
Heute mag das fremd klingen, doch sie zeigt, wie sehr unsere Zeitrechnung von alten Traditionen geprägt ist. Der Februar mit 27 Tagen existiert also nicht im modernen Sinne – aber historisch gesehen hatte der Monat durch diese Doppelung des 24. durchaus eine ungewöhnliche Struktur.
Ein kleiner Beweis dafür, dass selbst etwas so Alltägliches wie ein Kalendermonat eine überraschend tiefe Geschichte haben kann.
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