Die Papa-Phase: Ein ganz normaler Entwicklungsschritt
Etwa ab dem dritten Lebensjahr beginnen Kinder, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen. Sie merken, dass es Jungen und Mädchen gibt – und fangen an, sich bewusster damit auseinanderzusetzen, wer sie selbst sind. In dieser Zeit kann es zu sogenannten Bindungsphasen kommen, bei denen das Kind einen Elternteil besonders bevorzugt.
Viele Eltern kennen die sogenannte „Papa-Phase“: Das Kind will plötzlich nur noch den Vater. Mama wird zeitweise fast als Störenfried empfunden – beim Anziehen, Trösten oder beim Einschlafen. Das kann verletzend wirken, ist aber völlig normal. Besonders Söhne zeigen in dieser Phase oft eine starke Hinwendung zum Vater, während Töchter sich stärker an die Mutter anbinden können. Aber auch das ist nicht immer regelhaft – jedes Kind entwickelt sich anders.Die Ursache liegt in der gesunden Entwicklung des Kindes. Es testet aus, wo es hingehört, mit wem es Gemeinsamkeiten hat und bildet dabei emotionale Schwerpunkte. Der Wunsch nach Nähe zum gleichgeschlechtlichen Elternteil ist dabei ein Zeichen dafür, dass das Kind beginnt, sich selbst besser zu verstehen.
Die gute Nachricht: Diese Phase dauert nicht ewig. Meist vergeht sie, sobald das Kind wieder mehr Sicherheit in seiner Identität gewinnt. Und auch wenn Mama mal „außen vor“ ist – die Bindung bleibt stark. Es lohnt sich, geduldig zu bleiben und den Vater in seiner wichtigen Rolle zu unterstützen. Denn letztendlich profitiert die ganze Familie davon.
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