Die Göttlichkeit Jesu in der christlichen Tradition
Die Frage, wann Jesus Gott geworden ist, berührt das Herz des christlichen Glaubens. Aus Sicht der Theologie lautet die überraschende Antwort für viele: Jesus ist überhaupt nicht erst im Laufe der Zeit zu Gott geworden. Nach dem klassischen Verständnis der christlichen Kirchen existierte Jesus Christus bereits vor der Erschaffung der Welt.
Im Johannesevangelium spricht Jesus selbst von der Herrlichkeit, die er beim Vater hatte, bevor die Welt war. Die Menschwerdung – die Geburt Jesu in Bethlehem – ist demnach kein Zeitpunkt, an dem ein Mensch vergöttlicht wurde. Vielmehr verhält es sich umgekehrt: Der ewige Gott wurde Mensch, um die Menschheit zu erlösen.
Die Verkündigung des Neuen Testaments sieht in Jesus den einzigen menschgewordenen Sohn Gottes. Seine göttliche Natur ist nicht das Ergebnis seiner Taten oder ein nachträglicher Titel, sondern das Fundament seines gesamten Wirkens. Für Christinnen und Christen war und ist Jesus von Ewigkeit her Gott.
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