Wann ist man immobil?
Immobilität bedeutet, dass eine Person nicht mehr in der Lage ist, sich selbstständig fortzubewegen oder im Bett eigenständig die Lage zu wechseln. Dies kann vorübergehend nach einer Operation oder aufgrund einer chronischen Erkrankung langfristig sein. Besonders ältere Menschen oder Patienten nach einem Schlaganfall oder Unfall sind davon betroffen.
Vollständige Immobilität wird oft als Bettlägerigkeit bezeichnet – in diesem Fall ist die betroffene Person rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen, um sich zu bewegen oder die Position im Bett zu verändern. Lange Phasen ohne Bewegung können jedoch zu schwerwiegenden Folgen führen, wie zum Beispiel Druckgeschwüren, Muskelschwund oder einer eingeschränkten Lungenfunktion.
Deswegen ist die aktive Mobilisation in der Pflege besonders wichtig. Schon kleine Maßnahmen wie regelmäßige Lagewechsel, passive Bewegungsübungen oder das Aufsitzen im Bett können viel bewirken. Pflegekräfte unterstützen dabei nicht nur körperlich, sondern motivieren auch zur Eigenbeteiligung, soweit dies möglich ist. Ziel ist es immer, die vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und ein Höchstmaß an Selbstständigkeit zu fördern.
Im Alltag bedeutet Immobilität nicht automatisch, dass jegliche Bewegung unmöglich ist. Oft geht es darum, die Grenzen der Mobilität neu zu definieren und mit geeigneten Hilfsmitteln oder Unterstützung Alltagssituationen zu meistern. Eine individuelle Einschätzung durch medizinisches Fachpersonal hilft dabei, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.
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