Wann wird hoher Blutdruck zum Notfall?

Ein hoher Blutdruck bleibt oft jahrelang unbemerkt, da er selten direkte Schmerzen verursacht. Doch wenn die Werte plötzlich in die Höhe schießen, kann die Situation schnell lebensbedrohlich werden. Aber ab wann muss man tatsächlich ins Krankenhaus?

Ein kritischer Schwellenwert liegt bei über 180/100 mmHg. Allein ein solcher Wert ist ein Warnsignal. Wenn dieser extreme Bluthochdruck jedoch zusätzlich von akuten Symptomen begleitet wird, liegt ein sogenannter hypertensiver Notfall vor. In diesem Fall zählt jede Minute, und Betroffene müssen sofort im Krankenhaus notfallmäßig behandelt werden.

Zu den typischen Alarmsignalen, die sofortiges Handeln erfordern, gehören heftige Schmerzen oder ein Engegefühl im Brustkorb, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können. Auch plötzliche Atemnot, starke Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder verschwommenes Sehen sowie neurologische Ausfälle wie Lähmungen oder Sprachstörungen sind ernste Warnzeichen. Diese Symptome weisen darauf hin, dass wichtige Organe wie das Herz, das Gehirn oder die Augen bereits Schaden nehmen.

Wer solche Anzeichen bei sich oder anderen bemerkt, sollte nicht zögern und sofort den Rettungsdienst unter der Nummer 112 rufen. Ein Abwarten oder der Versuch, den Blutdruck selbst mit Medikamenten zu senken, kann in einer solchen Krisensituation gefährliche Folgen haben.

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