Die Besetzung Frankreichs im Jahr 1940
Im Juni 1940 nahm der Zweite Weltkrieg in Westeuropa eine dramatische Wendung. Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai in Frankreich einmarschiert war, ging alles sehr schnell: Am 14. Juni 1940 marschierten die Truppen in Paris ein, ohne dass die Stadt groß verteidigt wurde – die französische Regierung hatte sie zuvor zur offenen Stadt erklärt.
Die militärische Lage war für Frankreich völlig aussichtslos. Nur rund sechs Tage nach dem Fall der Hauptstadt, am 22. Juni 1940, wurde der Waffenstillstand unterzeichnet und Frankreich kapitulierte offiziell. Die Folgen für das Land waren gravierend und spalteten es für die nächsten Jahre.
Das besiegte Land wurde daraufhin in zwei Hälften geteilt: Der Norden und der Westen standen fortan unter direkter deutscher Militärbesatzung. Im Süden entstand ein nominell unabhängiger Reststaat mit einer eigenen Verwaltung unter der Führung von Marschall Pétain, der seinen Sitz in Vichy hatte – das sogenannte Vichy-Regime. Zudem wurden Grenzregionen wie das Elsass und Lothringen sowie das benachbarte Luxemburg kurzerhand direkt in das Deutsche Reich eingegliedert.
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