Warum treten bei Morbus Addison Bauchschmerzen auf?

Bei Morbus Addison handelt es sich um eine seltene Erkrankung, bei der die Nebennieren nicht ausreichend Hormone wie Cortisol und Aldosteron produzieren. Wenn dieser Mangel plötzlich auftritt oder sich verschlimmert, kann es zu einer sogenannten Addison-Krise kommen – einer lebensbedrohlichen Notfallsituation.

Ein typisches Symptom einer solchen Krise sind starke Bauchschmerzen. Diese entstehen nicht durch eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, sondern sind Folge des akuten Hormonmangels. Ohne ausreichend Aldosteron verliert der Körper vermehrt Salz über den Urin, was wiederum zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust führt. Dadurch sinkt das Blutvolumen, was den Blutdruck stark absinken lässt.

Der Körper reagiert mit Schockerscheinungen: Neben den Bauchschmerzen können Fieber, Zittern und eine Verwirrtheit bis hin zur Bewusstseinstrübung auftreten. Viele Betroffene berichten zudem von Übelkeit, Erbrechen und allgemeiner Schwäche. Oft wird die Krise zunächst fälschlicherweise als Magen-Darm-Infekt missdeutet – dabei ist schnelle medizinische Hilfe lebensrettend.

Die Behandlung besteht in der sofortigen Gabe von Cortison, meist per Spritze oder Infusion. Wer an Morbus Addison leidet, sollte daher stets ein Notfallset dabei haben und über die Risiken einer Krise Bescheid wissen. Mit der richtigen Therapie lässt sich das Leben mit dieser Erkrankung gut bewältigen – vorausgesetzt, Alarmzeichen wie plötzliche Bauchschmerzen werden ernst genommen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen