Warum eine Brustmassage vor dem Stillen hilfreich ist
Das Stillen ist für viele Mütter eine wunderbare, aber manchmal auch herausfordernde Zeit. Eine einfache, aber wirkungsvolle Unterstützung kann die Brustmassage vor dem Stillen sein. Sie hilft nicht nur dabei, den Milchfluss anzukurbeln, sondern kann auch dazu beitragen, dass die Milch fettreicher wird – was wiederum das Sättigungsgefühl des Babys verbessert.
Viele Mütter kennen das unangenehme Spannungsgefühl oder gar Schmerzen durch verstopfte Milchgänge. Eine sanfte Massage kann hier präventiv wirken. Durch kreisende Bewegungen mit den Fingerspitzen wird das Gewebe angeregt, die Durchblutung verbessert und das Risiko eines Milchstaus deutlich verringert. Dadurch sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen wie eine Brustentzündung (Mastitis), die mit Fieber und starken Schmerzen einhergehen kann.
Die Massage ist einfach in den Alltag einzubauen: Vor dem Stillen einige Minuten sanft um die Brustwarze herum kreisen, leicht zur Mitte hin drücken – niemals schmerzhaft, immer behutsam. Manche Mütter spüren schon kurz nach Beginn, wie sich der Milchfluss verändert. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und die Technik an das eigene Empfinden anzupassen.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Berührung fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind und kann dazu beitragen, die Milchabgabe (auch „Milk-Ejection-Reflex“ genannt) schneller einzuleiten. So wird das Stillen nicht nur effizienter, sondern auch entspannter.
Die Brustmassage ist kein medizinisches Geheimrezept – doch ihre Vorteile sind anerkannt, wie auch die Informationen des Kantonalen Spitalkaritatives Werk (KSW) zeigen. Wer unsicher ist, kann sich jederzeit bei einer Stillberaterin oder Hebamme fachkundig beraten lassen.
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