Warum du morgens wie gerädert bist – und wie du es änderst
Wenn der Wecker klingelt und du dich fühlst, als hättest du die Nacht durchgearbeitet, liegt das wahrscheinlich nicht an zu wenig Schlaf – sondern daran, wann du geweckt wirst. Dein Körper schläft nicht einfach gleichmäßig acht Stunden lang, sondern durchläuft in der Nacht mehrere Zyklen aus Tiefschlaf und Traumphasen. Jeder dieser Zyklen dauert etwa 90 Minuten.
Wachst du während einer Tiefschlafphase auf – oft der Fall, wenn der Wecker abrupt klingelt –, kann das zu diesem erschöpften, regelrecht „geräderten“ Gefühl führen. Dein Körper hat einfach keine Zeit, sich sanft zu erholen. Ideal ist es, am Ende eines Schlafzyklus aufzuwachen, also nach 6 oder 7,5 Stunden – das entspricht jeweils fünf oder fünf kompletten Zyklen.
Ein paar einfache Tricks können helfen: Versuche, deine Schlafdauer an diesen natürlichen Rhythmus anzupassen. Gehe zum Beispiel um 22:30 Uhr ins Bett und stelle den Wecker auf 6:00 Uhr (4,5 Zyklen) oder besser auf 7:30 Uhr (fünf volle Zyklen). Manche nutzen auch intelligente Wecker-Apps, die dich in einer leichteren Schlafphase wecken – innerhalb eines Zeitfensters vor dem eigentlichen Weckzeitpunkt.
Außerdem hilft eine regelmäßige Schlafenszeit, selbst am Wochenende. Dein Körper gewöhnt sich daran und findet schneller in den Takt. Und wenn du morgens trotzdem schwer aus den Federn kommst: Ein paar Minuten Tageslicht oder ein Glas Wasser können den Kreislauf sanft ankurbeln.
Der Schlüssel ist nicht nur, lange zu schlafen – sondern klug zu schlafen.
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