Warum wir Rotz in der Nase haben
Fast jeder kennt das: Die Nase läuft, ist verstopft oder man spürt einfach diesen Schleim, den man ständig hochziehen muss. Doch was ist dieser „Rotz“ eigentlich? Tatsächlich ist das Nasensekret ein wichtiger Helfer unseres Körpers. Über die Nasenschleimhaut wird die eingeatmete Luft gereinigt, erwärmt und befeuchtet – und genau dabei spielt der Schleim eine zentrale Rolle.
Das Sekret hält die Atemwege feucht und geschmeidig, fängt Staub, Pollen, Bakterien und Viren ab und verhindert so, dass diese ungehindert in den Körper gelangen. Meistens bemerken wir das Sekret gar nicht – es wird einfach unbewusst verschluckt. Erst wenn mehr davon gebildet wird, etwa bei einer Erkältung, einer Allergie oder im Winter durch kalte, trockene Luft, fällt es auf.Ein gesteigerter Schleimfluss ist oft ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen Eindringlinge ankämpft. Bei Schnupfen etwa produziert die Schleimhaut vermehrt Flüssigkeit, um Krankheitserreger schneller auszuspülen. Auch Rauch, starke Gerüche oder trockene Heizungsluft können die Nasenschleimhaut reizen und zu mehr Rotz führen.
Ein bisschen Nasenschleim ist also völlig normal – und sogar gesund. Erst wenn er über einen längeren Zeitraum in großen Mengen auftritt, begleitet von Schmerzen, Fieber oder verändertem Geruchssinn, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Ansonsten: hochziehen, ausspülen oder einfach dran gewöhnen – der Rotz arbeitet für uns.
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