„Ich frug“ oder „ich fragte“ – Was ist richtig?

Wenn du dich fragst, ob man „ich frug“ oder „ich fragte“ sagen soll, liegt die Antwort klar auf der Hand: Heutzutage ist „ich fragte“ die eindeutig richtige Form. Das Verb „fragen“ gilt heute als schwaches Verb, das im Präteritum die Endung -te trägt.

Früher war „frug“ tatsächlich eine gängige Form – vor allem in der Literatur und älteren Texten. Man findet sie noch in Werken aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Doch die deutsche Sprache wandelt sich, und auch die Grammatik passt sich an gesprochene und schriftliche Gepflogenheiten an. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich „fragte“ endgültig durchgesetzt.

Heute gilt „frug“ als veraltet. Wer es verwendet, könnte zwar für einen Augenblick altmodisch oder dichterisch wirken – im Alltag oder in der Schule aber könnte es als Fehler gewertet werden. Lehrbücher, Wörterbücher und offizielle Prüfungen akzeptieren nur noch „fragte“ als korrekt.

Die Regel ist einfach: Bei Verben wie „fragen“, „leiden“ oder „meinen“ nutzt du im Präteritum die schwache Beugung mit „-te“: „ich fragte“, „du fragtest“, „er fragte“. Es gibt keine Ausnahme mehr.

Wer „frug“ hört oder liest, stößt meist auf historische Texte oder bewusste sprachliche Spielereien. Im täglichen Gebrauch aber hält sich die moderne deutsche Sprache an klare Regeln – und die sagen: Fragen heißt fragte – nicht frug.

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