Kann man „rot“ steigern?

Die Farbe rot gehört zu den Grundfarben und fällt durch ihre Leuchtkraft sofort ins Auge. Doch wie verhält es sich mit der Steigerung des Adjektivs? Ja, man kann „rot“ tatsächlich steigern – und das sogar auf zwei Arten.

Im Deutschen lautet die normale Steigerung: röter oder roter im Komparativ, gefolgt vom Superlativ am rötsten oder seltener am rotesten. Beide Formen sind korrekt, wobei „rötlich“ oft für einen helleren oder sanfteren Farbton steht, etwa bei „rötlichem Licht“ oder „rötlichem Haar“.

Rot ist nicht nur eine Farbe des Spektrums, sondern auch eine der drei Grundfarben im digitalen RGB-Farbraum – zusammen mit Grün und Blau. Hier sorgt Rot für Wärme und Dynamik, sei es auf dem Bildschirm oder in der Natur. Besonders bei der Beschreibung von Haarfarben spielt Rot eine große Rolle: Wer „rötliche“ oder „mahagonifarbene“ Haare hat, besitzt oft einen ganz besonderen Typ.

Übrigens: Die langwellige Farbe rot steht oft für Leidenschaft, Energie oder auch Gefahr – egal ob am Ampellicht oder im Gemälde. Und während sich die Farbe selbst nicht verändern lässt, ihre Nuancen in der Sprache schon: von „etwas röter“ bis „am rötsten“ kann man durchaus fein Unterschiede ausdrücken.

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