Der Ursprung des Wortes „beschweren“

Wenn wir uns heute beschweren, drücken wir unseren Ärger über etwas aus. Doch woher kommt dieser Ausdruck eigentlich? Sprachgeschichtlich stammt das Verb aus dem Mittelhochdeutschen und hatte dort eine sehr viel wörtlichere Bedeutung: Es bedeutete schlicht „schwerer machen“, „belasten“ oder „drücken“.

Wer im mittelalterlichen Alltag jemanden oder etwas beschwerte, der legte sprichwörtlich zusätzliches Gewicht auf die Waage oder auf die Schultern des anderen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Sinn gewandelt: Aus der rein körperlichen oder materiellen Last wurde eine seelische Belastung. Wer heute seinem Unmut Luft macht, lädt sprichwörtlich seinen Kummer ab oder beschwert sein Gegenüber mit seinem Ärger.

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