Warum sagt man „Frohe Ostern“?

Der Ausdruck „Frohe Ostern“ ist mehr als nur eine freundliche Floskel – er hat einen tiefen religiösen Hintergrund. Ostern steht im christlichen Kalender für die Freude über die Auferstehung Jesu Christi, wie sie im Neuen Testament beschrieben wird. Genau an diesem Punkt unterscheidet sich Ostern von den anderen Feiertagen der Karwoche: Während Karfreitag von Trauer und Besinnung geprägt ist, bricht am Ostersonntag die Freude aus.

Erst ab Ostersonntag ist der Gruß „Frohe Ostern“ wirklich angebracht. Viele Menschen wissen nicht, dass es in der Kirche üblich ist, bis zum Karfreitag keine fröhlichen Wünsche auszusprechen. Erst mit dem Beginn des Ostersonntags – also am Morgen oder abends zuvor, je nach Tradition – wird gefeiert. Dann sind Osterfeuer, Kirchgang, Familienbesuche und natürlich der Wunsch nach frohen Feiertagen allgegenwärtig.

Die Freude, die in „Frohe Ostern“ mitschwingt, ist also keine alltägliche, sondern eine besondere – eine Freude über Hoffnung, Neubeginn und das Überwundensein des Todes. Auch wenn heute viele den Feiertag vor allem mit Osterhasen, Eiern und einem gemütlichen Frühstück verbinden, bleibt der ursprüngliche Sinn präsent. In Grußkarten, Gesprächen oder an der Tür gesagt: „Frohe Ostern“ ist ein kleiner, aber bedeutungsvoller Moment, der an das erinnert, worum es wirklich geht.

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