Warum Zwiebeln bei Husten helfen können

Wenn der Husten einfach nicht besser wird, greifen viele Menschen zu bewährten Hausmitteln – zum Beispiel zur Zwiebel. Klingt ungewöhnlich, hat aber eine gute Begründung: Sobald man eine Zwiebel schneidet, wird ein scharfer Wirkstoff freigesetzt: Allicin. Diese schwefelhaltige Verbindung ist ursprünglich ein natürlicher Abwehrstoff der Pflanze und sorgt dafür, dass unsere Augen tränen. Doch genau dieser Stoff kann auch bei Erkältungen helfen.

Allicin wirkt antibakteriell und unterstützt den Körper dabei, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. Gleichzeitig hilft es, den zähen Schleim in den Atemwegen aufzulösen. Dadurch wird er dünnflüssiger und lässt sich deutlich leichter abhusten. Viele berichten daher von einer schnelleren Besserung, besonders bei hartnäckigem Reizhusten oder Bronchitis.

Ein gängiges Hausrezept: Eine oder zwei geschälte und fein geschnittene Zwiebeln über Nacht in eine Schüssel geben – manche geben etwas Zucker dazu oder lassen sie in Milch ziehen. Der entstehende Sirup wird dann löffelweise eingenommen. Auch in Form von Zwiebelsaft oder als Wickel auf der Brust kommen Zwiebeln traditionell zum Einsatz.

Obwohl es keine umfassenden Studien gibt, sprechen viele Erfahrungen für diese alte Heilweise. Und selbst wenn die Wirkung nicht bei allen gleich stark ist, ist das Mittel zumindest sanft, natürlich und ohne Nebenwirkungen – besonders im Vergleich zu manchen chemischen Präparaten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte trotzdem immer ein Arzt konsultiert werden.

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