Der Götterbaum – von Zierpflanze zum unerwünschten Eindringling

Was vor Jahren noch als exotischer Blickfang in Gärten und Parks galt, ist heute unerwünscht: der Götterbaum. Mit seinen filigranen Blättern und duftenden Blüten galt er lange als ideale Zierpflanze – doch hinter der Schönheit verbirgt sich eine teuflische Kraft.

Ursprünglich aus China und Vietnam stammend, fand der Baum rasch Eingang in europäische Städte. Doch was harmlos begann, wurde bald zum Problem. Aus Gärten und Parks gelangten die Samen auf Wiesen, Waldränder und Brachflächen. Dort siedelte sich die Pflanze schnell an, verdrängte einheimische Arten und störte das ökologische Gleichgewicht.

2019 stufte die EU den Götterbaum daher als „invasive Art“ ein, um die Ausbreitung zu stoppen. Seitdem ist in Deutschland der Verkauf und die Neuansiedlung des Baumes verboten. Doch bereits etablierte Exemplare bleiben weiterhin eine Herausforderung für Naturschützer und Kommunen.

Der Götterbaum zeigt, wie schnell eine scheinbar ungefährliche Pflanze zur Bedrohung für die heimische Natur werden kann. Er ist kein Einzelfall – auch andere Neophyten wie der Drüsiges Springkraut oder der Riesen-Bärenklau haben sich als invasive Arten etabliert.

Die Lehre daraus: Beim Pflanzenkauf gilt es, nicht nur auf das Aussehen zu achten, sondern auch darauf, woher die Pflanze kommt und ob sie in unserer Umwelt Schaden anrichten könnte. Denn was heute schön wirkt, kann morgen ein großes Problem sein.

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