Warum harte Lebensmittel bei Zahnspange riskant sind

Träger von Zahnspangen kennen die Warnung: Finger weg von harten oder klebrigen Speisen. Doch warum eigentlich? Die Antwort liegt in der empfindlichen Technik der Spange. Besonders Nüsse, aber auch Lakritz oder Kaugummi gelten als Problemkinder – nicht weil sie grundsätzlich verboten wären, sondern wegen ihrer Konsistenz.

Harte Nüsse können die Drähte verbiegen oder Brackets lösen. Wenn solche Lebensmittel zwischen den Zähnen stecken bleiben, entsteht oft genug Druck, um Teile der Zahnspange zu beschädigen. Das kann den Behandlungsplan verlängern, weil der Zahnarzt die Spange reparieren muss. Dasselbe gilt für klebrige Süßigkeiten wie Lakritz: Sie haften an den Klammern und ziehen daran, was zu kleinen, aber ärgerlichen Ausrutschern führen kann.

Interessant: Es geht nicht darum, Nüsse komplett zu meiden. Geschälte, klein gehackte Mandeln oder gemahlene Haselnüsse in Joghurt etwa sind meist unbedenklich. Der Schlüssel liegt in der Zubereitung. Auch Kaugummi ist nicht per se tabu – manche Zahnärzte erlauben zahnfreundliche, zuckerfreie Varianten, solange man mäßig bleibt.

Die Regel lautet also: Vorsicht, nicht Verzicht. Wer auf seine Spange achtet, muss nicht auf Geschmack verzichten – nur auf die falsche Konsistenz. Wie immer gilt: Im Zweifel lieber den eigenen Kieferorthopäden fragen.

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