Warum schmerzt Arthrose nachts?
Wer unter Arthrose leidet, kennt das Problem: Tagsüber sind die Beschwerden oft erträglich, doch sobald die Ruhepause kommt, meldet sich der Schmerz – besonders in der Schulter. Das ist kein Zufall. Bei Arthrose wird die schützende Knorpelschicht zwischen den Gelenken im Laufe der Zeit dünner oder brüchig. Dieser Verschleiß entsteht meist durch das Alter, aber auch durch Überlastung oder Verletzungen.
Im Schultergelenk führt dieser Knorpelabbau dazu, dass die Knochen bei Bewegung stärker aufeinander reiben. Tagsüber lenkt uns der Alltag oft ab, und die Muskulatur stützt das Gelenk noch. Doch nachts, wenn der Körper ruht und die Durchblutung im Arm sinkt, nimmt die Sauerstoffzufuhr ab. Das kann Entzündungsprozesse fördern und die Schmerzrezeptoren empfindlicher machen.
Viele Betroffene spüren die Schmerzen deshalb besonders beim Liegen – vor allem, wenn sie auf der betroffenen Schulter liegen. Die fehlende Bewegung über Nacht verhindert zudem, dass die Gelenkflüssigkeit optimal verteilt wird, was Steifheit und Unbehagen verstärkt.
Die nächtlichen Schulterschmerzen können im Verlauf der Erkrankung zunehmen und auch tagsüber auftreten, besonders bei bestimmten Bewegungen wie Heben oder Drehen des Arms. Wer frühzeitig auf Zeichen wie morgendliche Steifigkeit oder eingeschränkte Beweglichkeit reagiert, kann mit gezielter Physiotherapie und sanfter Bewegung oft viel erreichen. Manchmal reicht schon eine bessere Schlafposition oder eine spezielle Kissenführung, um die Belastung zu verringern.
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