Heizen mit Teelichtofen: Wirklich warm oder nur gemütlich?
Die Idee klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein Ofen aus umgestülpten Blumentöpfen und einigen Teelichtern soll Wärme für einen ganzen Raum liefern. Klingt nach einer romantischen Lösung für kalte Winternächte – aber wie gut funktioniert das eigentlich?
Der Aufbau ist simpel. Ein paar Teelichter brennen in der Mitte, darum herum werden Tontöpfe unterschiedlicher Größe gestülpt. Die warme Luft zirkuliert zwischen den Töpfen, der Ton heizt sich auf und gibt die Wärme langsam ab. Das Prinzip ist nicht neu und wird oft als Notlösung oder im Gartenhaus genutzt, wenn es mal kalt wird.
Im Experiment zeigt sich: Ja, es wird warm – aber nur ganz lokal. Die Wärme reicht gerade aus, um die Hände zu wärmen oder eine kleine Ecke etwas gemütlicher zu machen. Einen ganzen Raum spürbar aufzuheizen? Dazu reicht die Leistung der kleinen Kerzen bei weitem nicht. Ein Teelicht gibt nur etwa 30 Watt Wärmeenergie ab – ein Heizkörper hingegen oft über 1000 Watt.
Trotzdem hat der Teelichtofen seine Berechtigung. Er schafft eine behagliche Atmosphäre, ist billig in der Anschaffung und kann im Notfall für ein paar Grad mehr sorgen. Aber echte Heizleistung? Davon ist er weit entfernt. Wer also nur auf der Suche nach Gemütlichkeit ist, wird glücklich. Wer wirklich warm werden will, braucht mehr als ein paar flackernde Lichter.
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